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17.07.2018

Alexander und Schwarze veröffentlichen zur Telemedizin


Die BLD-Partner Dr. Martin Alexander, LL.M., und Bernd Schwarze befassen sich in einem gemeinsamen Aufsatz in der Zeitschrift PHi 3/2018, S. 82 ff. mit der „Internationalen Arzthaftung in der Telemedizin“.

Die digitale Vernetzung von Ärzten ist in Zeiten von Ärztemangel, Überlastung der Ärzten und steigenden Kosten der ärztlichen Versorgung von besonderer Bedeutung. Es gibt aber eine Vielzahl nationaler und internationaler rechtlicher Probleme. In ihrem Aufsatz stellen die beiden Autoren zunächst dar, was genau unter dem Begriff „Telemedizin“ zu verstehen ist und wie die derzeitigen nationalen rechtlichen Rahmenbedingungen aussehen. Neben der rechtlichen Seite werfen sie auch einen Blick auf die tatsächlichen Gegebenheiten für medizinische Leistungen. Hier ist insbesondere die Befunderhebung zu nennen.

Im Rahmen der Telemedizin ergeben sich bereits heute schnell Sachverhalte mit internationalem Bezug – zu denken ist z. B. an die Auswertung bildgebender Verfahren durch ausländische Radiologen.  Bei einem Fehler in der Diagnoseerstellung oder Behandlung muss dann geklärt werden, wo daraus resultierende Ersatzansprüche geltend zu machen und anhand welchen materiellen Rechts diese zu beurteilen sind.

Dr. Martin Alexander, LL.M., und Bernd Schwarze gehen den Fragen der internationalen Zuständigkeit und des anwendbaren Rechts nach. Im Fazit weisen sie auf das Risiko hin, dass vermehrt mit Klagen gegen den Telemediziner an ausländischen Gerichtsständen zu rechnen sein wird, worauf sich Versicherer und Versicherungsnehmer einstellen werden müssen.