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09.08.2018

Alexander veröffentlicht Anmerkung zur Haftung eines Luftfahrtunternehmens für Sturz auf Fluggastbrücke


BLD-Partner Dr. Martin Alexander, LL.M., hat zusammen mit Rechtsanwalt Roman Felten in der Zeitschrift VersR 2018, 941 ff. eine Anmerkung zu der Entscheidung des BGH vom 21. November 2018 – X ZR 30/15 veröffentlicht.

Der BGH hat in dieser Entscheidung über die immer wieder relevante Frage befunden, ob ein Luftfahrtunternehmen für Schäden, die dem Fluggast bei einem Sturz auf der Fluggastbrücke während des Boardings entstehen, nach dem Montrealer Übereinkommen (MÜ) haften muss. Ausgangspunkt ist hier Art. 17 Abs. 1 MÜ. Die deutsche Rechtsprechung hat eine entsprechende Haftung bisher mit dem Argument verneint, dass diese Unfälle nicht unter das betriebstypische Risiko des Luftverkehrs fallen. Dem ist der BGH nun in seiner Entscheidung entgegengetreten. Neben dem ungeschriebenen Tatbestandsmerkmal der luftfahrttypischen Gefahr äußert sich das Gericht zudem zur Definition des Unfallbegriffs sowie des Haftungszeitraums. Aus Sicht der beiden Autoren führt die Entscheidung jedoch nur teilweise zur notwendigen Klarheit. Kritisch sehen sie insbesondere die Herleitung der weiten Definition des Unfallbegriffs, da diese Begriffsbestimmung zu allgemein sei, um eine klare Vorgabe darzustellen. Im zweiten Teil der Anmerkung stimmen die Autoren der Einschätzung des BGH zu, dass das MÜ in zeitlicher Hinsicht für einen Sturz auf der Fluggastbrücke anwendbar sei. Zum Abschluss ihres Beitrags gehen Dr. Martin Alexander, LL.M., und Roman Felten im dritten Teil auf die Ausführungen zur Notwendigkeit eines Ursachenzusammenhangs zwischen Unfallereignis und einer luftfahrttypischen Gefahr ein und erläutern die sich dadurch ergebenden Abgrenzungsfragen.

Die Entscheidung des BGH vom 21. November 2018 – X ZR 30/15 sowie die Anmerkung von Dr. Martin Alexander, LL.M., und Roman Felten in der Zeitschrift VersR 2018, 941 ff. finden Sie hier >>