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Betrugsaufklärungszentrum

 

Das BLD-Betrugsaufklärungszentrum wurde im April 2009 gegründet. Seine Gründung beruht auf der Bedeutung der Betrugsbekämpfung in der Versicherungswirtschaft, bei gleichzeitigen Problemen der Umsetzung in die Praxis.

 

Das Hauptproblem bei der Betrugsbekämpfung ist zunächst das Erkennen auffälliger Schäden, sodann die Ermittlung gerichtsfester Fakten. Die wesentliche Aufklärungsarbeit muss erbracht werden, bevor es zu einem Rechtsstreit kommt. Der Einsatz von Betrugserkennungssoftware kann dabei nur ein Baustein sein.

 

Hier bietet das Betrugsaufklärungszentrum eine Unterstützung.

 

 

 

Das Problem: Versicherungsbetrug

Versicherungsbetrug ist ein Problem, das die Versicherungswirtschaft in allen Sparten in unterschiedlicher Intensität betrifft. Im Bereich der Sachversicherung und der Kraftfahrtversicherung, aber auch in der Haftpflicht- und Transportversicherung kommen Schätzungen in fast allen Industrieländern dazu, dass rund 10% aller Schadenmeldungen betrügerisch sind. In einigen Sparten wird sogar ein Anteil von 50% angenommen. Auch in der Personenversicherung werden nicht selten betrügerische Schäden gemeldet.

 

Im angelsächsischen Bereich wird der Versicherungsbetrug aufgrund des enormen Schadens als "quiet catastrophe" bezeichnet. Die finanziellen Auswirkungen auf den Versicherer und damit auf die Versichertengemeinschaft sind enorm. Der Betrug gegenüber dem Versicherer geht über ein zu vernachlässigendes Randphänomen hinaus. Dabei geht es nicht nur um den "klassischen" Betrug, sondern auch und gerade um Fälle, die nur Auffälligkeiten bieten, ohne dass es sich um einen Betrug im strafrechtlichen Sinne handelt, bei denen jedoch versicherungsrechtliche Einwände in Betracht kommen, die zur Leistungsfreiheit des Versicherers führen.

Die Lösung: BLD-Betrugsaufklärungszentrum

Mit dem BLD-Betrugsaufklärungszentrum bieten wir

 

  • Anwälte, die auf die außergerichtliche und gerichtliche Abwehr betrügerischer Schäden hoch spezialisiert sind, eine Fülle von Veröffentlichungen vorweisen und regelmäßig Fachvorträge halten, mithin ausgewiesene Experten
  • Einsatz interdisziplinärer Betrugabwehrteams
  • Expertennetz technischer und weiterer Sachverständiger und privater Ermittler sowie gute Kontakte zu staatlichen Ermittlungsbehörden
  • Wissensmanagement durch Schulungen, EDV-gestützte Archive, Betrugsmeetings u. v. m.
  • Wiedererlangung von Vermögenswerten bei aufgedecktem Betrug

Aufklärung des Betrug-Sachverhalts

  • Einsatz und Führung privater Ermittler

  • Enge Anleitung und Vorgabe konkreter Ermittlungsaufträge verhindert ausufernde Ermittlungen und führt zu geringen Kosten und gerichtsfesten Tatsachen

  • Auswahl und Leitung technischer Sachverständiger: Kriminaltechnische Sachverständige, Sachverständige für Alarmanlagen, Brandsachverständige (inkl. Einsatz von Brandsimulationsprogrammen und Brandschuttauswertung), Schriftsachverständige, physikalische Sachverständige, thermodynamische Sachverständige; Einsatz von Dokumentenprüfgeräten u. a.

  • Auswahl und Leitung weiterer Sachverständiger

  • Wirtschaftlichkeitsgutachten, Bilanzauswertungen, medizinische Sachverständige, aussagepsychologische Gutachten u. a.

  • Professionelles Infobroking

  • Einrichten einer bundeseinheitlichen Telefonnummer für Hinweisgeber („whistleblower“) unter Zusage von Vertraulichkeit durch zur Verschwiegenheit verpflichtete Rechtsanwälte

  • Enge Zusammenarbeit mit Polizei, Staatsanwaltschaft und weiteren Behörden im Rahmen bestehender Gesetze

  • Weitere Sachverhaltsrecherche unter Beachtung datenschutzrechtlicher und sonstiger rechtlicher Bestimmungen

Wiedererlangung von Vermögenswerten

Bei aufgedecktem Betrug können bereits geleistete Entschädigungen vom Versicherer zurückgefordert werden. Um einen Vollstreckungstitel zu bekommen, bedarf es der Einleitung eines zeitaufwändigen Mahn- bzw. Klageverfahrens. Diese Zeit wird in der Regel vom Schädiger genutzt, um das Vermögen dem Zugriff des Versicherers zu entziehen, so dass ein Zahlungsanspruch des Versicherers letztlich nicht durchgesetzt werden kann. 

 

Die schnelle und effektive Sicherung der Vermögenswerte des Schädigers ist daher entscheidend. 

 

Hier wird das BLD-Betrugsaufklärungszentrum durch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht komplexe vorläufige Zwangssicherungsmaßnahmen tätig, insbesondere durch Erwirken und Vollziehung eines dinglichen Arrestes im Eilverfahren. Dadurch kann auf Vermögenswerte innerhalb weniger Tage zugegriffen und z. B. eine Verlagerung auf Dritte oder ins Ausland verhindert werden. 

Aussergerichtliche und gerichtliche Betrugsabwehr

Maßgeblich für die Schadenprüfung und die Regulierungsentscheidung sind die Vorgaben der versicherungsrechtlichen Rechtsprechung mit ihrer zum Teil modifizierten Beweislastverteilung. Wir bieten hier eine Bearbeitung durch in diesem Bereich spezialisierte und langjährig erfahrene Anwälte an.

 

Die Bedeutung der hohen Spezialisierung gilt auch und gerade unter Berücksichtigung der Vorgaben des aktuellen Versicherungsvertragsgesetzes. Die Gesetzesänderung führt dazu, dass zum einen die Bearbeitung von Deckungsschäden komplizierter geworden ist, zum anderen die Wichtigkeit der Betrugsbekämpfung zunehmen wird. In manchen Konstellationen führt dann nur noch Arglist zur vollständigen Leistungsfreiheit des Versicherers.

 

Bei der vorgerichtlichen Beauftragung des BLD-Betrugsaufklärungszentrums erfolgt während der Sachverhaltsermittlung ständig begleitend eine rechtliche Prüfung. Dies führt dazu, dass jeweils nur im Rahmen des rechtlich Relevanten Kosten auslösende Maßnahmen erfolgen. Die Kosten der Sachverhaltsaufklärung fallen geringer aus als bei einer "klassischen" Betrugsermittlung. Während und nach Abschluss der Sachverhaltsermittlung erhält der Versicherer eine konkrete Entscheidungsvorlage.

 

Aufgabe des Betrugsaufklärungszentrums ist weiterhin im gerichtlichen Bereich die Abwehr unberechtigter Ansprüche bundesweit bei allen Gerichten. Selbstverständlich erfolgt hier jeweils eine Prüfung und – soweit im Einzelfall sinnvoll – die Durchführung weiterer Sachverhaltsermittlungen.

 

Wir beraten außerdem bei allen Fragen des Datenschutzes oder des Kartellrechts im Rahmen der Betrugsbekämpfung.

Wissensmanagement für Versicherer

  • Es finden jährlich BLD-Betrugsbekämpfungsmeetings statt

    Themen u. a.: Betrugsaufklärung versus Datenschutz. Unveröffentlichte Rechtsprechung zum Versicherungsbetrug. Rückgewinnungshilfe bei aufgedeckten Straftaten. VVG-Reform und die Behandlung von Dubiosschäden. Kriminalität im Transportwesen. Professionelle Fragetechniken bei Dubiosschäden.
  • Wir führen Inhouse-Schulungen zum gesamten Betrugsabwehrbereich durch.
  • Mandanten können regelmäßig BLD-Newsletter mit der Vorstellung hochaktueller und noch nicht veröffentlichter Rechtsprechung nebst Praxishinweisen beziehen.
  • BLD-eigenes elektronisches Archiv unveröffentlichter Entscheidungen
  • EDV-gestützte Liste ausgewählter Sachverständiger

Vorträge

Die BLD-Experten des Betrugsaufklärungszentrums halten neben Inhouse-Schulungen zahlreiche externe Vorträge zu den betrugsrelevanten Bereichen bei renommierten Veranstaltern (z. B. VersicherungsForum, auf GDV-Veranstaltungen, im Hochschulbereich u. v. a.).

 

Schwerpunkte bei Vorträgen:

 

  • Schadenbearbeitung von Dubiosschäden nach neuem VVG
  • Betrugsaufklärung im Spannungsfeld des Datenschutzes
  • Einsatz von privaten Ermittlern und Sachverständigen
  • Technische Möglichkeiten des Versicherers bei der Sachverhaltsaufklärung
  • Veröffentlichte und unveröffentlichte Rechtsprechung zum Betrug gegenüber Versicherern
  • Indizienbeweis einer Eigenbrandstiftung
  • Rückgewinnungshilfe bei aufgedecktem Versicherungsbetrug
  • Möglichkeiten und Grenzen der Auslobung

 

 

Ansprechpartner

 

Prof. Dr. Dirk-Carsten Günther

Leiter des Betrugsaufklärungszentrums

Theodor-Heuss-Ring 13-15
50668 Köln
Tel  +49 221 944027-26
Fax +49 221 944027-927

dirk-carsten.guenther@bld.de

 

Betrugsexperten-Team

Veranstaltungen

12. / 13. September 2017: BLD-Partner Heinz Otto Höher trägt zum vorgetäuschten Personenschaden vor. >>

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