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19.06.2020

Günther veröffentlicht Anmerkung zum Ausschluss durch Sturmschäden


Mit der Entscheidung des BGH vom 26. Februar 2020 – IV ZR 235/19 beschäftigt sich eine Anmerkung von BLD-Partner Prof. Dr. Dirk-Carsten Günther in der Zeitschrift NJW 2020, 1746.

Der BGH hatte entschieden, dass der Ausschluss für eine Schadenverursachung durch Sturmflut in der Gebäudeversicherung nicht eingreife, wenn der Schaden nicht unmittelbar durch eine Sturmflut verursacht wurde, sondern sich lediglich als mittelbare Auswirkungen darstelle. So war es im zu entscheidenden Fall in einer Entfernung von 16 Kilometern zu einer Überschwemmung durch zurückgestautes Flusswasser gekommen, was nach Ansicht des BGH nicht ausreiche, um das Eingreifen der Ausschlussklausel zu rechtfertigen. Dies hinterfragt Günther in seiner Anmerkung kritisch, gehe der BGH doch nicht auf die Frage der adäquaten Kausalität ein. Dennoch könne die Entscheidung im konkreten Fall zum richtigen Ergebnis geführt haben, weil sich vertreten lasse, dass der Ausschluss nur bei einem Kumulereignis eingreife und nicht dann, wenn der Schaden nur punktuell bei einem oder wenigen Betroffenen auftrete.