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31.03.2021

De Biasi zum Fahrzeugschaden in Corona-Zeiten


„Der Fahrzeugschaden in Zeiten von Corona“ lautet der Titel des Aufsatzes, den BLD-Partner Friederike de Biasi in der Zeitschrift NZV 2021, 113 f. veröffentlicht hat.

Die Zahl der Unfälle ist seit Beginn der Corona-Pandemie zwar zurückgegangen, jedoch haben sich gleichzeitig neue, klärungsbedürftige Fragen im Rahmen der Unfallschadenregulierung ergeben. So untersucht de Biasi in ihrem Aufsatz die Frage, ob Covid-19-Schutzmaßnahmen, wie Desinfektionskosten, Schutzmaterial und Schutzkleidung, dem Geschädigten, dem diese von der Werkstatt in Rechnung gestellt werden, zu ersetzen sind. De Biasi knüpft hierbei an § 249 BGB an, wonach der Schädiger den ursprünglichen Zustand herzustellen hat, und geht im Folgenden darauf ein, ob ein Zurechnungszusammenhang zum Unfall besteht und die Desinfektionskosten als erforderlich angesehen werden können. Sie erörtert ferner, welchen Einfluss das Prognose- und Werkstattrisiko hat und welchen Unterschied es macht, ob die Rechnung bereits beglichen oder die Ansprüche des Geschädigten an die Werkstatt abgetreten wurden. Im Ergebnis hält sie fest, dass die Kosten für etwaige Schutzmaßnahmen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie dem Geschädigten nicht pauschal zugesprochen werden können.