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08.12.2020

Eine „Überflutung“ einer Terrasse ist keine bedingungsgemäße „Überschwemmung“


OLG Bamberg, Beschluss vom 30.6.2020 - 1 U 269/19

Eine „Überflutung“ einer Terrasse stellt keinen bedingungsgemäßen Versicherungsfall „Überschwemmung“ in der Elementarschadenversicherung dar, da dies voraussetzt, dass es „um die Überflutung des Grund und Bodens auf dem Versicherungsgrundstück mit erheblichen Mengen von Oberflächenwasser“ u. a. durch Witterungsniederschläge geht. Dies ist bei einer Terrasse nicht der Fall, vielmehr unterscheidet die Klausel zwischen der unbebauten Geländeoberfläche (Grund und Boden) und dem versicherten Gebäude selbst. Balkone, Terrassen oder Flachdächer gehören nicht zur unbebauten Geländeoberfläche.

Ansprechpartner
RA Prof. Dr. Dirk-Carsten Günther, Köln
dirk-carsten.guenther@bld.de