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15.07.2010

Keine medizinische Notwendigkeit eines Rücktransports bei Kontraindikation


Kosten, die durch den Rücktransport eines Erkrankten aus dem Ausland in die Heimat entstehen, werden erstattet, wenn aufgrund des Krankheitsbildes oder eventueller medizinischer Unterversorgung eine Heilbehandlung im Ausland nicht durchgeführt werden kann und eine anschließende stationäre Heilbehandlung erfolgt. Bei der über die Notwendigkeit eines Rücktransportes zu treffenden Entscheidung ist auch die besondere Lage des Versicherten und der ihn beratenden Personen, in der sie sich im Zeitpunkt der Entscheidung befinden, zu berücksichtigen. Ist der konkret gewählte Rücktransport wegen ärztlicherseits befürchteten Gefahren (hier: von bleibenden neurologischen Ausfallerscheinungen) kontraindiziert, besteht keine medizinische Notwendigkeit für den Rücktransport.

Ansprechpartner
RA Jan Wilmes, Köln
Jan Wilmes